Zauberhafte Kindheit

Kindergärten, wie Nimags sie nennen, gibt es natürlich auch in der magischen Welt, allerdings werden sie dort Kilburinstal (althochdeutsch für ‚Stall voller Lämmer‘) genannt. Junge Magier*innen lernen dort schon früh, was es bedeutet, zaubern zu können und warum dies vor den Nimags geheim gehalten werden muss. Diese Grundausbildung schafft auch die nötigen Kontakte im frühen Alter, sodass -dem Kaminnetzwerk sei Dank- Zauberkinder Freunde in ganz Deutschland haben und diese auch regelmäßig sehen und besuchen können. 

Heimunterricht ist ein völlig normales Prozedere in der hiesigen Zaubererwelt. Da es keine Schulen für Magie gibt, bleibt Eltern auch nichts anderes übrig, als ihren Nachwuchs selbst zu unterweisen. Es gibt natürlich diverse Handhabungsbücher für die heimische Erziehung, doch das meist genutzte ist sicherlich “Leonhard Lewenstreus Handreichung zur magischen Grunderziehung” das zwar bereits im 18.Jahrhundert geschrieben wurde, seitdem aber immer noch flächendeckend zum Einsatz kommt (in der mitlerweile 166.Auflage in jeder gut sortierten Magiebuchhandlung erhältlich). Viele Familien vererben ihr Exemplar aus frühesten Auflagen von Generation zu Generation, vor allem da das Buch mit einem magischen Aktualisierungsmechanismus versehen ist, der bei jeder Neuauflage die Änderungen hinzufügt. (Es wird jedoch gemunkelt, dass besonders konservative Familien diesen Mechanismus blockiert haben).

Regel-Nimagschulen. Parallel zur Heimausbildung erlauben viele progressive Familien ihren Sprösslingen, Nimagschulen zu besuchen. Die Schulformen sind dabei alle vertreten. Es ist jedoch kein Muss und vor allem bei konservativen Familien verpönt, zu nahen Kontakt zu Nimags zu suchen.